Sonntag, 1. März 2015

Blogbattle Nr. 5 // Fasten

Die Christen fasten 40 Tage im Frühjahr, die der Vorbereitung auf Ostern dienen und an die 40 Tage erinnern, die Jesus Christus fastend und betend in der Wüste verbrachte.
Auch ich mache das seit letztem Jahr, nur faste ich nicht komplett, sondern verzichte einfach auf Dinge, die ich sonst viel zu gerne esse. In meinem Fall Süßigkeiten; ich weiß das klingt voll doof, aber irgendwie hat dieser Religionsunterricht, indem ich immer Montags freiwillig sitze und die dazu gehörige Lehrerin einen guten Einfluss auf mich. Was wohl der Grund dafür ist, warum ich das überhaupt mache.
Aber allein diese Sache mit Jesus und Gott ist schon 'ne komplizierte Sache. Ich mache das ja nicht irgendeinem Gott oder Gottessohn (ich seh da nicht ganz durch in der Geschichte) zu Liebe, sondern weil ich es mir beweisen möchte, dass ich das Vermögen dazu habe, etwas durchzuhalten und nicht zu schummeln. Durchsetzungsvermögen sozusagen und da ist es ja egal ob ich auf Alkohol, Zigarretten, Essen verzichte oder eben auf Gummibärchen. Ist ja jedem das Seine, was er machen möchte. Trotzdem finde ich es ganz gut, dass einmal im Jahr zu machen. Nach ein oder zwei Wochen hat man eigentlich schon ganz vergessen, dass man überhaupt auf dieses Fastenprodukt verzichtet und es gehört einfach zum Leben dazu, dass man das eben nicht isst.

Da ich ja nicht vom Fach bin und regelmäßig im Religionsunterricht sitze, habe ich diesen Sonntag ein kleines Interview mit meiner Relilehrerin geführt.


1.Warum fasten Sie?
Ich faste einerseits aus religiösen Gründen, aber auch weil ich mir selber beweisen möchte, dass ich mich beherrschen und ein vorgenommenes Ziel erreichen kann. Es kann somit als eine Art Züchtigung angesehen werden. In unserem heutigen Alltag achten wir nicht immer auf uns, deswegen nehme ich mir jedes Jahr zur christlichen Fastenzeit vor, auf die Dinge zu verzichten, die schlecht für mich sind.

2. Würden Sie auch fasten, wenn Sie nicht einer Religion angehören würden?

Da das Fasten schon teilweise als Hype angesehen werden kann, würde ich wahrscheinlich auch ab und zu Heilfastenkuren machen, die mit dem religiösen Hintergrund nicht viel zu tun haben, um mich selber besser kennen zu lernen und meinem Körper etwas Gutes zu tun.

3. Was fasten Sie?

Ich verzichte schon seit Jahren auf meine mehr oder minder großen Laster oder auf Dinge, die dem Körper oder unseren Gedanken nicht gut tun: Schokolade, Süßigkeiten (inklusive Kuchen), Knabberzeug, Alkohol und Facebook. Dieses Jahr zählt unter anderem auch dazu, mich insgesamt gesünder zu ernähren und ich verfolge die Fastenaktion der Evangelischen Kirche „Du bist schön“. Dabei geht es darum, sich und andere für 40 Tage nicht runterzumachen und sich und andere wertzuschätzen. Eine Eigenschaft, die vielen verloren gegangen ist.

4. Denken Sie, dass jeder 40 Tage durchhalten würde auf etwas zu verzichten?

Wenn ein Mensch den Willen und die Motivation dazu hat, kann jeder auf etwas verzichten.

5.Wie könnte man auch nicht religiöse Menschen dazu bringen zu fasten?

Indem man ihnen zeigt, wir gut einem dieser Verzicht tut. Man hört auf seinen Körper und beobachtet auch Veränderungen. Am schönsten finde ich es zu Ostern nicht mehr von solchen Sachen wie Schokolade abhängig zu sein. Man verspürt nicht mehr den Drang ständig so etwas zwischendurch zu essen. Aber alleine die Erzählungen werden nicht ausreichen, wenn kein Grundinteresse vorhanden ist.

6.Ist es für Sie schwierig, in der Fastenzeit, auf Ihre Fastenprodukte zu verzichten?

Das kommt darauf an: Am Anfang ist es sehr schwer. Vor allem wenn Geburtstage anstehen und auf die angebotenen Sachen verzichtet. Der Körper befindet sich in dieser Zeit ja in einer Art Entzug. Nach ungefähr zwei Wochen ist es dann aber nicht mehr so schlimm und man spürt die Veränderungen des Körpers und der Wahrnehmung.

Die anderen Teilnehmer:
- Schakals Gedankenwelten
- The music box of a morbid Wonderland
 - Wetterschaf hatte ja keine Zeit
- dycherFyrst
- PAL
- Mary
- der Lord
- Kisa

Kommentare:

  1. Rechtschreibun katastrophal, aber die Idee mit dem Interview fand ich gut. 2.

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  2. Ich schließe mich KiSa an: Du musst unbedingt an deiner Zeichensetzung arbeiten! Ich musste den Text zwei Mal lesen, um den Sinn der Sätze zu verstehen.
    Ansonsten, das Interview ist gut, hat mir nun aber nicht viel Neues erzählt^^

    2-

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  3. Ingesamt gibts eine 2, alleine schon für die Idee mit dem Interview. Dem Grundtenor des Interviews und auch deines Beitrags kann ich jedoch überhaupt nicht zustimmen, aber das ist ja auch nicht ausschlaggebend für eine Bewertung. Ich für meinen Teil habe z.B. durch dauerhafte () Zuckerreduktion und einem etwas bewussteren Konsum von Nahrungsmitteln mal eben 12 Kilo verloren. Aber man muss das halt durchziehen, um etwas zu bewirken. Ein mal im Jahr sowas zu machen bewirkt in meinen Augen außer Jojo-Effekten nichts.

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    1. So wie sich der Beitrag und das Interview liest, soll es hier nicht um eine Diät gehen. Es geht eher um den Verzicht und den Beweis, dass man es schaffen kann, sich für eine Zeit von dem "junk" zu lösen. Eine Diät sollte eine Fastenzeit eigentlich nicht sein.

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  4. Ich schliesse mich da ebenfalls an. Sehr schöne Umsetzung mit dem Interview und das verdeutlicht auch mehr die Möglichkeiten, die man nutzen kann. Von einer Reli-Lehrerin hätte ich mir mehr Infos ausser dem Allgemeinwissen zugehörigen gewünscht. Das läßt die gute Dame in meinen Augen nicht gut dastehen, allerdings hättest du mit deinen Fragen tiefer bohren können. Alles in allem, von mir diesmal eine runde 2. Sehr gut, dein bester Beitrag bisher ;)

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  5. Auf Zigaretten verzichte ich permanent, das ist definitiv gesundheitsfördernd, aber auf Gummibärchen - no way! Wäre auch logistisch nicht ganz einfach.
    Deine Reli-Lehrerin bekommt eine 3+ von mir

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  6. Schöne Idee, das Thema mittels eines Interviews verdeutlichen zu wollen. Das Thema hat auf Grund des genannten "Hypes" mitlerweile leider den Bezug dahinter verloren. Bitte an der Zeichensetzung arbeiten..

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  7. Gute Idee, dass mit dem Interview. Eine 2+. :)

    dat Maddin

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  8. Ach ja, nächstes Wochenthema: Randgruppe. ;)

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